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  Festival

Auch an seinem neuen Termin im März präsentiert sich Literatur im Nebel, das „kleinste aber feinste Literaturfestival des Landes“ (NZZ) als hochkarätig besetztes literarisches Ereignis. Einmal im Jahr wird Heidenreichstein im nördlichen Waldviertel zum Zentrum des internationalen Literaturgeschehens. Literatur im Nebel stellt zwei Tage lang das Werk eines anwesenden Ehrengastes in den Mittelpunkt von Lesungen, Gesprächen und Vorträgen.

Die Initiatoren des 2006 gegründeten Festivals sind Rudolf Scholten, ehemaliger österreichischer Kulturminister und bis 2016 Generaldirektor der Oesterreichischen Kontrollbank, der Schriftsteller Robert Schindel sowie Johann Pichler, Bürgermeister von Heidenreichstein von 1991 bis 2009.

Jedes Jahr im Herbst laden sie einen weltbekannten Schriftsteller zu Literatur im Nebel nach Heidenreichstein ein. Bisher waren dies Salman Rushdie (2006), Amos Oz (2007), Jorge Semprún (2008), Margaret Atwood (2009), Hans Magnus Enzensberger (2010), Nuruddin Farah (2011), Ljudmila Ulitzkaja (2012), Louis Begley (2013), Ian McEwan (2014) und Christoph Hein (2015).

Von Beginn an war der ORF Mitveranstalter und wesentlicher Ermöglicher von Literatur im Nebel, gemeinsam mit der Stadtgemeinde Heidenreichstein, derzeit vertreten durch Bürgermeister Gerhard Kirchmeier. Raiffeisen Landesbank und Raiffeisen International fördern Literatur im Nebel von Beginn an als Hauptsponsoren.

Das Besondere an Literatur im Nebel ist sicherlich, dass zwei Tage hindurch nur ein einziges literarisches Werk präsentiert wird, dafür aber in seiner ganzen Tiefe.

NACHBARINNEN

In der Nähwerkstatt der NACHBARINNEN arbeiten, angeleitet durch eine Schneidermeisterin, Frauen mit Migrations- oder Fluchthintergrund und rücken mit diesem ersten Arbeitsplatz vom Rand in die Mitte unserer Gesellschaft. Es gibt kaum etwas, das wir nicht aus vernähbaren Materialien herstellen können. Wir freuen uns auf ihre Bestellung. Bitte kontaktieren Sie mich unter christine@scholten.at. Weitere Informationen zur Initiative finden Sie unter www.nachbarinnen.at

Literatur im Nebel konnte mit diesem Konzept sein Publikum von Anfang an begeistern und herausfordern. Die Mischung aus einem weltberühmten Autor, einer ländlichen Mehrzweckhalle, einer stilsicheren Dramaturgie – 2006 Marie Zimmermann, seit 2007 Bettina Hering -, die heimische und internationale AutorInnen, SchauspielerInnen, PhilosophInnen und WissenschaftlerInnen gekonnt zu einem Programmfluss verbindet, tragen zu diesem Erfolg wesentlich bei. Höhepunkt und traditioneller Abschluss dieses literarischen Feuerwerks ist die finale mehrsprachige Lesung des Ehrengastes gemeinsam mit SchauspielkollegInnen.

Die Literaturbegeisterung des überwiegend regionalen aber auch des großstädtischen Publikums zeigt sich an der ungetrübten Aufmerksamkeit für das anspruchsvolle Programm, an den langen Schlangen beim Signieren in der Pause und den rasch schwindenden Stapeln des Büchertischs.

2017 findet die 11. Ausgabe des Festivals statt, das laut Rudolf Scholten - in einem Interview mit dem Schweizer Radio und Fernsehen – „bewusst gegen den Strom des Zap-Zeitgeistes schwimmt und auf Vertiefung setzt, statt auf Oberflächlichkeit“. Rudolf Scholten ist überzeugt, dass damit ein echtes Bedürfnis abgedeckt wird: „Sicher arbeitet unsere Aufmerksamkeit in immer kürzeren Abschnitten, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass es eine Sehnsucht nach zu Ende erzählten Geschichten gibt, und dass diese Sehnsucht selten erfüllt wird.“ (SRF)

Die Liste der österreichischen und internationalen Mitwirkenden an Literatur im Nebel liest sich wie ein Who-is-Who aus Bühnen-, Film- und Literaturgeschehen, wie das Archiv der letzten Jahre zeigt.

Archiv